Abzocke im Ausland, Tschechien und Italien: Bußgeld für falschen Bindestrich im Kfz-Schein

Abzocke im Ausland, Tschechien und Italien: Bußgeld für falschen Bindestrich im Kfz-Schein

Viele Deutsche haben schon im Ausland die Erfahrung gemacht, für irgendwelche Lappalien abgezockt zu werden, letzteres auch von Polizei und Behörden. Relativ neu ist die Masche mit dem Kfz-Kennzeichen. Ob da R DZ810 oder R-DZ810 steht dürfte für unsereiner wohl egal sein. Und egal war es offenbar auch die letzten Jahre in diesen Ländern.

Ein guter Bekannter wurde beim Tanken in Tschechien von einer Polizei-Streife angehalten und sollte die Wagenpapiere vorzeigen. Von den Beamten wurde ihm Dokumentenfälschung vorgeworfen und gleichzeitig sofortige Inhaftierung angedroht, wenn er den Betrag nicht gleich Bar zahlt.

Laut ADAC-Rechtsexperte Michael Nissen ein klarer Fall von Abzocke: „Die Diskrepanz zwischen der Bezeichnung in den Unterlagen und auf dem Nummernschild ist im deutschen Zulassungsrecht enthalten. Beide Schreibweisen sind gleich gültig“. Das gelte auch im benachbarten Ausland. Quelle bild.de : http://www.bild.de/auto/service/autourlaub/bussgeld-fuer-bindestrich-auf-kfz-zulassungsbescheinigung-25631584.bild.html

Die Handwerkskammer Reutlingen berichtet von einem Fall, bei dem in Italien einem Autofahrer deswegen 500 Euro abgeknöpft worden sei.
http://www.hwk-reutlingen.de/newsansicht0+M55b5e473bee.html

Auch auf alles-lausitz.de liest man von ählichen Fällen:  Angeblich – so Gerüchte – seien deutsche Autofahrer wegen abweichender Beschriftung in Polen und Tschechien schon zur Kasse gebeten worden.
Wer das neue EU-Kennzeichen an seinem Auto hat, bei dem ist an Stelle des früher üblichen Trennstrichs nach dem GR der runde Aufkleber der Zulassungsstelle zu finden. Auf der Bescheinigung, die zum Führen des Fahrzeuges berechtigt, prangt allerdings noch der ominöse Strich. Ein Lapsus der deutschen Behörden, den man jenseits der Grenze nun gnadenlos nutzt, um das sicher auch dort stets klamme öffentliche Finanzsäckel ein wenig zu füllen?  Janet Kloß von der Pressestelle der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien: „Ja, uns ist dieses Problem bekannt. Ähnliche Anfragen gab es bereits mit Bezug auf Österreich und Italien.“ Rechtlich seien beide Schreibweisen korrekt.

„Laut Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung kann das Kennzeichen in der Zulassungsbescheinigung  mit oder ohne Trennungsstrich geschrieben sein. Beide Schreibweisen sind gleichberechtigt gültig. Laut Sächsischem Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ist eine Änderung der Zulassungsbescheinigung genau deshalb nicht erforderlich.“

Allerdings haben sich – wie dem „Niederschlesischer Kurier“ bekannt geworden ist – schon einige Fahrzeugführer auf den Weg in die Behörde gemacht, um die Änderung in den Papieren ausführen zu lassen. Kostenpunkt: 11,70 Euro, die jeder Antragsteller selbst berappen muss. „Als Vielfahrer bin ich auf das kostengünstigere Benzin aus Polen angewiesen. Die momentane Situation ist mir einfach zu unsicher“, lautet eine der Begründungen für die „Umrüstaktion“. Laut Janet Kloß hat das Bundesverkehrsministerium zwischenzeitlich das Auswärtige Amt darum gebeten, die EU und die Staaten im Europäischen Wirtschaftsraum darüber zu informieren, dass das Kennzeichen in der Zulassungsbescheinigung mit oder ohne Trennungsstrich aufgeführt sein kann.

http://www.alles-lausitz.de/content/nachrichten/7103213_Geruecht_oder_Wahrheit_Abzocke_hinter_Grenze.html

 

 

 

Bei bild.de findet man auch andere Stolpersteine –
Das müssen Autofahrer im Ausland beachten http://www.bild.de/auto/service/autourlaub/auto-ausruestung-vorschrift-ausland-23344412.bild.html

 

Armin Fischer
info@arminfischer.de
+4917621008967

 

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http://www.arminfischer.de/?p=608

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